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Testcard 2
Vielen Dank an Alex, der uns diesen Artikel geschickt hat.

(...) Zum Eklat kam es auf den Leserbriefseiten [der SPEX] , als Tocotronic - eine Hamburger Band der zweiten Generation - von SPEX dafür geschuhriegelt wurden, den Distanz-Gestus des sog. "Diskurs-Rock" nicht eingehalten zu haben. Von "Einsamkeitsmuff", "Männer alleine in der Disco-Schwulst" und "Teenie-Elend" war die Rede (4/95) und aus all dem klang die Befürchtung, Tocotronic könnten gegen die Regeln des "Popism" verstoßen und aus teenagerhafter Unbedarftheit ins Lager des Authentizismus und Heterosexismus rutschen. Tocotronic taten das beste, was sie in ihrer Lage tun konnten. Auf ihrer nächsten Platte ("Nach der verlorenen Zeit") ironisierten sie die ganze Debatte, stellten sich selbst als kleine unreife Kinder hin:

'Ich bin neu in der Hamburger Schule
und ich kenn mich nich nicht so gut aus.
Ich bin gerade in die erste Klasse gekommen
und ich weiss noch nichts genau.

Ich bin neu in der Hamburger Schule
und bin gerade erst weg von zuhaus.
Die Lehrer sind alle ganz nett hier
und die meisten meiner Mitschüler auch.'

Wer sonst als SPEX könnte mit den Lehrern gemeint sein, wer sonst mit den Mitschülern als Blumfeld und Konsorten? Der kleine Jan fühlt sich trotz der netten Atmosphäre ein bißchen überfordert, denn: 'lern kein Griechisch und kein Latein / und doch scheint mir die Hamburger Schule ne Eliteschule zu sein'. So weit ist es also schon gekommen, daß Songtexte sich als Rechtfertigung gegenüber den Ansprüchen einer Zeitschrift an die "Musik der Zeit" lesen.

Quelle: Testcard 2, S. 179

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