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Hamburgs Trio (Blumfeld, Die Sterne und Tocotronic) auf dem Bizarre-Festival
Mit freundlicher Genehmigung von a Vela - das Kunstmagazin..

Blumfeld machten einst den Anfang von dem, was mittlerweile als Hamburger Schule in den Medien breitgetreten wird. Eine Musik, die man vor allem mit drei Bands in Verbindung bringt: Blumfeld selbst, Die Sterne und Tocotronic. Diese drei in einen Topf zu werfen, ist natürlich äußerst gewagt, da Gemeinsamkeiten eher rar sind. Vielleicht ist eine davon das Bemühen, aus deutschen Texten etwas anderes zu formen, als was man von Westernhagen oder den Toten Hosen gewohnt ist. Vielleicht auch der Versuch, eine Musik zu hinterlassen, die nicht in Diskotheken zum gemeinsamen Mitgröhlen verkommen soll.

Alle drei brachten in diesem Jahr eine neue CD auf den Markt. Die Sterne produzierten den gewohnten Mix aus Groove, Funk, HipHop und Rock - und wiederholten sich damit leider zum erneuten Mal. Blumfeld wagten einen Wechsel in etwas leichtere Popmusik und spalteten damit ihre Fangemeinde. Tocotronic versuchten ebenfalls ihre Musik weiterzuentwickeln und - glaubt man der Presse - sind mittlerweile das neue "Aushängeschild" dieser sogenannten Hamburger Szene.

Alle drei Bands traten Mitte August auf dem Bizarre-Festival auf. Arne Zank von Tocotronic über das Bizarre-Festival, k.o.o.k. und die Hamburger Schule...

Gibt es da irgendwelche Bands, die Ihr Euch angeschaut habt?

Arne Zank: Wir haben uns natürlich Blumfeld angesehen aus Hamburg-City. Sie haben mich zu Tränen gerührt. Dann habe ich mir noch die Bloodhound Gang reingezogen, muß aber sagen, dass sie mir nicht gefallen.

Was reizt Euch am Bizarre-Festival?

Das Bizarre-Festival ist eins der wenigen mit recht gutem Line-Up, das freut einen natürlich. Dieses Jahr war es leider nicht so dolle.

Mittlerweile schreibt so gut wie jede Zeitung/Zeitschrift einen Artikel über Euch. Früher bezeichneten einige Zeitschriften Eure Musik als Trash oder Post-Grunge. Sind die Medien offener geworden gegenüber deutscher Musik und speziell Eurer Musik, oder hat sie einfach k.o.o.k. überzeugt?

Schwer zu sagen, aber uns ist bei den Interviews schon aufgefallen, dass sich mehr Journalisten mehr mit unserer Musik auseinandergesetzt haben als früher. Wir dachten dann, es liegt daran, dass wir schon mehr Platten gemacht haben und schon soviel darüber geschrieben wurde. Wer weiß?

Die deutschsprachige Musikszene ist wie noch nie zuvor in den Medien, vor allem Rap/Hip Hop. Ihr habt mit Fettes Brot bereits ein Stück aufgenommen. Wie steht Ihr zu HipHop?

Wie bei jeder Art von Musik gibt es gute und schlechte Vertreter, das klingt zwar langweilig, ist aber wahr. Und wie Du erwähnst haben wir keinerlei Berührungsängste, wir sind auch zu sehr Musik-Fans, als daß wir uns so einschränken würden.

K.o.o.k. klingt experimentierfreudiger als bisher, mehr wie Pavement oder Sonic Youth. Welche Rolle spielen diese amerikanische Bands für Euch? Gibt es eine Verbindung zu ihnen?

Wir haben schon Musiker von beiden Bands getroffen, sind aber zu sehr Fans, so dass wir nicht viele Worte herausgekriegt haben. Also keine direkte Verbindung.

Die CD ist sehr vielfältig, auch was die Instrumente angeht (Streicher, Bläser, Klavier, Panflöte...). Werdet Ihr irgendwann auch einige dieser Instrumente bei Euren Auftritten einführen, würde Euch das gefallen? Oder bleibt es bei den Konzerten beim Trio?

In absehbarer Zeit bleibt es bei Konzerten im Trio-Format. Wir wollten keine Berufsmusiker auf die Bühne stellen, und etwas anderes hat sich nicht ergeben. Was die Zukunft bringt, weiß nur der Geier.

Welche CD hast Du zuletzt gekauft?

Meine letzte CD war, glaube ich, die letzte von Blur, die lief auch einige Zeit raufundrunter. Im Moment höre ich gerne die Turner-CD von Ladomat, die mußte ich mir aber glücklicherweise nicht kaufen.

Nervt Euch der Begriff 'Hamburger Schule'?

Ja! Und zwar, weil er heutzutage völlig sinnentleert gebraucht wird. Aber wir haben uns die Suppe ja selber eingebrockt. Wir so: löffel löffel.

Bisher hat Euch (so weit ich Interviews gelesen habe) noch niemand nach eurem k.o.o.k. Plattencover gefragt. Was war die Idee?

Das Bild haben Jan und Dirk unabhängig von einander gutgefunden und dann dachten wir es paßt zu der Musik.

Ihr habt auch schon im Ausland gespielt. Wie wird Eure Musik im nicht-deutschsprachigen Raum aufgenommen?

Das kann man nicht allgemein beantworten, ganz unterschiedlich. So wahnsinnig viel Reaktionen kriegen wir leider nicht.

Quelle: a Vela - das Kunstmagazin

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