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Teil einer Jugendbewegung sein

Als sich 1993 Jan Müller (Bass), Arne Zank (Schlagzeug) und Dirk von Lowtzow (Gesang) als Tocotronic zusammenschlossen, war noch nicht abzusehen, dass sie schon bald zu den wichtigsten Bands der 90er Jahre zählen würden. Grund genug für die DocRock Show, einmal an die Tür zu klopfen. Die drei Jungs aus dem hohen Norden äussern sich zum Thema deutscher Hiphop, Hamburger Musikszene und erklären, was man bei einem Remix-Album eigentlich machen muss. Aber lest und vor allem seht selbst:

DocRock: Ihr habt ein neues Gesicht in euren Reihen, den Rick, wie kam das zustande?
Tocotronic: Das ist eine lange Geschichte. Ricks Freundin ist eine alte Freundin von Dirk, die beiden sind zusammen aufgewachsen und so hat man sich dann kennengelernt. Auf der letzten Tour war er bereits als Mercher dabei und jetzt spielt er Keyboard.

DocRock: Ihr habt vor kurzem ein Album herausgebracht mit dem Titel 'K.O.O.K.-Variationen', was könnt ihr uns darüber erzählen?
Tocotronic: Das ist eine Platte mit Remixen im weitesten Sinne. Das heisst vom klassischen Dancefloor-Remix über Sachen, die eher in Richtung Coversong gehen, ist da alles vertreten. Der grösste Teil stammt von Musikern aus unserem Umfeld.

DocRock: Nach welchem Kriterium habt ihr die Leute ausgewählt?
Tocotronic: Viele von denen kennen wir halt sehr gut, da haben wir einfach angefragt.

DocRock: Was macht man bei einem Remix-Album eigentlich noch selber?
Tocotronic: Man wählt aus. Die Arbeit ist eher ein Compilieren und Zusammenstellen.

DocRock: Arbeitet ihr inzwischen auch schon wieder an neuen Sachen?
Tocotronic: Wir sind jetzt schon seit längerer Zeit im Proberaum dabei, an neuen Stücken zu arbeiten. Ab September gehen wir zu unserem neuen Produzenten Tobias Levin ins Studio und starten dort eine zweimonatige Vorproduktion. Das heisst, dass wir die Songs dort richtig ausarbeiten, da wir im Proberaum festgestellt haben, dass wir sehr schnell an unsere Grenzen stossen.

DocRock: Ich habe gehört, dass ihr in der letzten Zeit einen Gig für die AntiFa gespielt habt. Wurde das durch aktuelle Ereignisse motiviert?
Tocotronic: Das war schon länger her, da gab es dieses öffentliche Interesse eigentlich gar nicht dafür. Obgleich schon damals immer solche Dinge passiert sind. Jetzt durch das Sommerloch sind diese Vorfälle natürlich wieder an die Öffentlichkeit geschneit, was auch sehr gut ist.

DocRock: Wie steht ihr zu solchen Dingen wie zum Beispiel dem NPD-Verbot?
Tocotronic: Die Frage ist, ob solche Verbote etwas bringen. Es ist vielleicht ein wenig zweifelhaft, wenn gerade so Leute aus der CSU nach Verbot schreien, die selber des öfteren eine recht zweifelhafte Politik betreiben was Asylanten und Ausländer angeht. Und da wir jetzt ja auch quasi einen Ausländer in der Band haben, sind wir bei diesen Themen sehr empfindlich.

Über diese und viele weitere Themen sprach die DocRock Show mit Tocotronic. Um nichts zu verpassen, also auf alle Fälle das Video-Interview anschauen.


Quelle: DocRock Show

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