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Tocotronic

K.O.O.K. Variationen
L'Age Dor

Neue Wege, neue Formen. K.O.O.K. Variationen ist nicht, wie man annehmen sollte, der clevere Versuch einiger Marketingstrategen bei Lado, die Rocktraditionalisten aus Hamburg Jahr-2000-fit zu machen, sondern vielmehr ein spielerischer Umgang mit Möglichkeiten, Ideen weiterzuentwickeln. Anders als bei einem Parallelprojekt, den ebenfalls aus Hamburg stammenden Absolute Beginner, bei denen die Plattenfirma selbst darauf drängte, ein Remix-Album zu produzieren, waren die drei Tocos die Initiatoren für diese Variationen. Bewusst hat man Freunde, Bekannte und Kollegen ausgewählt, um Songs neu bearbeiten zu lassen. Stellenweise entstanden daraus neue Songs mit neu eingespieltem Gesang wie bei der Let There Be Rock-Variation von Dakar & Grinser feat. Toxette. Dass nicht jeder Song des letzten Albums enthalten ist, hat eher administrative Gründe als kreative, handelte es sich doch um ganze 17 Tracks. Durch und durch elektronisch ist dieses Album grundsätzlich nicht. So mischen Fischmob/Erobique bei ihrer Jackpot-Version unterhaltsam Brazgitarren mit Heimorgelklängen und der Wahlhamburger DJ DSL vergreift sich vergnüglich in den Tasten und produziert einen irrwitzigen Let There Be Rock-Swing-Mutanten. Grandios! Ein Highlight ist auch Tocotronics eigener Beitrag, die Variation zu Tag ohne Schatten, die um einige Hawaiigitarrenklänge bereichert zu neuen Höhen aufsteigt. Der ausgefeilteste und poptauglichste Beitrag dieser sehr deutschen Kompilation ist bestimmt Freiburg V3.0 von Tocotronic vs. Console, die aktuelle Single, die sich elegant in den Elektronik-Pop-Sound von Notwist, Console und Co. einfügt. Experiment gelungen, Patient lebt.

8/10


Q & A mit Tocotronic
Libro Journal (LJ)
Tocotronic (T)

LJ: Ist das nun für euch nach K.O.O.K. der endgültige Beweis, dass Rock und elektronische Musik kompatibel sind?

T: Mir geht es eigentlich sehr gut dabei, solche Stücke können ein ganz neues Album ergeben. Wobei ich zwischendurch mal dachte, wo geht das überhaupt hin? Doch es wurde gut und ich sehe da keine Feindschaft zwischen Rock und Elektronik. Es ist interessant, dass manche dieser Remixe rockiger sind als unser Originale, z. B. der Grinser-&-Dakar-Remix.

LJ: Worin Lag Euer Interesse bei dem Projekt?

T: Nachdem wir mit dem Album ja fertig und auch schon getourt sind, war es schön für uns zu sehen, wie andere Leute das Album noch weiter, in eine andere Richtung bringen können. Die Plattenfirma hat uns da viel vorgeschlagen, natürlich mit den entsprechenden Namen, und wir haben viel abgelehnt, weil wir Sachen haben wollten, die uns selbst interessieren, auch wenn die wie Fever anstrengend sind.


Quelle: Libro Journal 9/2000

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