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Tour-O-Graphie

Konzertdetails

Wenn du Korrekturen zu diesem Konzert hast, dann schick sie bitte an Wolfgang.

24.05.99 - Volksbühne
Location: Berlin
Konzertart: Clubauftritt
Berichte: User Dirk hielt für uns fest:

"Pfingstmontag hatte ich die Gelegenheit Tocotronic mit ihrem neuen Songs in der Berliner Volksbühne zu erleben. Schon einige Stunden vorher, standen etliche Tocofans am Ticketschalter um einige der raren Restkarten zu ergattern, die noch zu haben waren. Um 22:30 mit halbstündiger Verspätung ware es dann soweit; die drei Hamburger betragen ganz in schwarz gekleidet die Bühne der ausverkauften Volksbühne.

Sitzen und schwitzen war angesagt, wobei gerade ersteres dem Musikgenuß doch recht abträglich war. Tocotronic spielten bis auf wenige Ausnahmen fast nur Songs vom neuen Album. Den Sound empfand ich im ersten Drittel des Konzertes als ziemlich mäßig gemischt (insbesondere beim Gesang der doch etwas ruhigeren Stücke, hätte der Regler etwas mehr in Richtung laut gedurft), im Verlauf des Abends bekam die Technik aber auch das in den Griff.

Konform mit dem Ton, schienen auch die drei Tocos etwas Anlaufschwierigkeiten zu haben, die Stimmung schien eher etwas gedämpft und ich hatte den Eindruck, vielleicht wären ein paar mehr ältere Songs besser für die Stimmung gewesen. Erst gegen Mitte des Konzertes tauten Arne und Co. wirklich auf. Mit Zugaben spielten die drei gut zwei Stunden und ich ging mit dem Gefühl nachhause, ein schönes aber kein übermäßig gutes Konzert gehört zu haben.

Die drei sind deutlich erwachsener geworden sowohl im Sound (ausgefeiltere Baß und Gitarrenläufe), als auch vom Outfit (neutrales Schwarz wiet weg von zu engen Trainingsjacken und Schlaghosen in Cord). Auf der Strecke geblieben ist ein Teil des ungeschliffenen Gitarrenrocks und der Mischung zwischen Depression und Wut. Bleibt zu hoffen, daß die Clubtour neben dem durchaus akzeptabelem Musikalischen doch etwas mehr vom Hamburger Lebensgefühl transportiert ..."


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Auf einer privaten Website, die uns daran erinnert, wie das Internet vor 10 Jahren aussah, und die wohl nicht mehr gepflegt wird, haben wir außerdem noch einen Bericht von Ulli gefunden:

"Es begab sich aber zu der Zeit, an der wieder mal ein Tocotronic-Konzert
anstand und einige Menschen unser einzigen Erde nach Berlin pilgerten, um
ihrer Leidenschaft zu frönen...
Etwas weniger pathetisch ausgedrückt, Mick (vielen Dank für das Besorgen der
Karten noch mal...) kam aus Genthin und meine Person reiste aus Cottbus an.
Relativ pünktlich trafen wir uns am Pfingstmontag des Jahres 1999 an der als
Treffpunkt sehr beliebten Weltzeituhr auf dem Alexanderplatz. Neben der
üblichen Aufgeregtheit vor einem (Tocotronic-)Konzert reihte sich diesmal
noch eine kleine Ungewißheit über den jeweiligen gegenüber mit ein. Wir
kannten uns bisher ausschließlich über lange Chatnächte und einen ebenso
langen e-mail-Briefwechsel. Allerdings kamen wir dann auch "offline" gut
miteinander aus... Nach einer halben Stunde quatschen war der dritte im
Bunde
auch endlich eingetroffen. Dank der bekannten Pünktlichkeit der Bahn kam
mein "Tocotronic-Bruder" Volkmar etwas verspätet an und wir bewegten unsere
müden Körper hurtig in Richtung Volksbühne. Dort angekommen bahnten wir uns
einen Weg ins ins Gebäude und bedauerten die Schlange der noch nach Karten
Begehrenden.
Jeder mit einem Bier in der Hand begaben wir uns nicht nach Bahrenfeld
(bleibt mein einziges peinlich konstruiert eingebautes Zitat in diesem
Bericht...),
sondern ins Innere. Dort angekommen schwanden dann die letzten Zweifel, daß
dies ein besonderes Konzert werden müsse. Die vorher überlaufende
Gerüchteküche und natürlich die Wahl der Konzertetablissments auf dieser
Tour ließ uns zwar stark vermuten, daß wir sitzend genießen müssen würden.
Allerdings ließ uns dann der erste Anblick doch etwas erschauern... Zwar bin
ich desöfteren im Theater, so ist es mir keineswegs fremd, doch ob dies
alles zu einem Rockkonzert passen würde!?
Etwas voreingenommen verbrachten wir dann wartend die letzten 45 Minuten auf
unseren Sitzen im Parkett. Groß war dann natürlich
der Jubel, als die Lichter erloschen und drei junge Männer die Bühne
betraten. Leider begab sich Arne gleich hinter seine "primären
Arbeitsgeräte" und schnappte sich nicht eine Gitarre. So begannen sie mit
einem Lied vom K.O.O.K.-Album, das ich nicht kannte. Glücklicherweise war
ich einer der wenigen im Saal, welche Teile des neuen Album bereits kannte.
(Der "mysteriösen" Quelle ist die ganze Tocotronic-Internet-Fangemeinde zu
Dank verpflichtet.) Im ganzen Konzert dominierten diese Lieder. Am schönsten
von den neuen Liedern fand ich "Morgen", "Let there be rock" und die
"Grenzen des guten Geschmack Teil II". Im Saal blieben durch den neuen Stoff
die Reaktionen des Publikums etwas verhalten. Bei Klassikern wie "Freiburg",
"Die Welt kann mich nicht mehr verstehen" oder "Sie wollen uns erzählen"
kochte dagegen natürlich der Saal. Allerdings waren diese Momente recht
spärlich gesäht.
Insgesamt legten sie ein recht eigenartiges Konzert hin. Von Anfang an klar
war, daß sie ihr neues Album promoten wollten. So spielten sie auch die
Mehrheit der neuen Songs. Seltsam war aber auch mitunter das Gehabe der
Drei. Mir war nie klar, ob sie sich selbst, das Publikum oder dritte
Personen oder Ereignisse auf den Arm nehmen wollen.
Nach knapp zwei Stunden mit einigen Zugaben endeten sie mit einem scheinbar
ewig dauernden Lied, und schon war alles vorbei und es schien so unwirklich.
Bei den vorherigen vier Konzerten war ich an diesen Punkt immer total
verausgabt und restlos glücklich. Zwar erhoben sich vereinzelt Leute von
ihren Sitzen und tanzten vor sich hin, aber für mich reichte das als Ersatz
bei weitem nicht. Ohne Pogen in der Menge war zwar auch eine gewisse
Zufriedenheit spürbar - es war ja trotz allem ein Tocotronic-Konzert! - aber
irgendwas fehlte.
Nachdenklich saßen wir dann noch schweigend und in Gedanken verloren einige
Minuten in den Sitzen, genossen dann nach dem Verlassen der Volksbühne noch
eine frühsommerlich warme Nacht in Berlin und begaben uns dann gegen 5 Uhr
morgens todmüde in unsere Züge... "




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