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Tour-O-Graphie

Konzertdetails

Wenn du Korrekturen zu diesem Konzert hast, dann schick sie bitte an Wolfgang.

29.05.99 - Greifswald
Location: Marktplatz
Konzertart: Antifa-Festival
Andere Bands / Vorbands: Tomte, Bush Chemists
Berichte: User Andreas sandte uns folgenden Bericht:

"an diesem tag sind alle recht erwartungsvoll zum festival gegen rassismus gegangen. hauptsächlich natürlich um tocotronic und blumfeld zu sehen. das konzert begann recht komisch. denn während der umbauphase lief selbstverständlich ein wenig musik im hintergrund. aber gar keiner wusste, was ihn erwartet, nicht mal der tontechniker. da das album noch nicht veröffentlicht wurde, begann es doch recht ruhig mit "das geschenk" und eben dieser hintergrundmusik. keiner hatte mit dem konzeranfang gerechnet, sondern eher mit nem kleinen soundcheck der drei selber. erst als das lied langsam lauter wurde, hatte jeder den anfang wahrgenommen, auch der tontechniker. das konzert ging weiter ohne das einer auch nur ein wort sagte. so nach ungefähr drei liedern kam dann auch die begrüssung. vielleicht lag es am zeitmangel, das sie wohl möglichst viel lieder von k.o.o.k. spielen wollten, oder an einem plötzlichen stimmungsumbruch, da sie alle samt vorher in der stadt beim einkaufen zu sehen waren. komisch erschein uns auch, das sich arne extra für den auftritt umgezogen hatte, vom knallig orangen sport t-shirt ins schwarze. leider gab es wiedermal unter den 1500 zuhörern enlos viele crowdsurfer, die vor allem bei den alten klassikern "auftauchten". nach einer kurzen zugabe endete das konzert standesgemäß mit freiburg.

anschließend waren ziemlich viele menschen geschockt von den neuen liedern, das sie ja bekanntermaßen ruhiger und viel ausgetüfftelter sind. da die drei doch recht verspannt wirkten, wurde das erwartungsbild doch leider nicht erfüllt, aber tocotronic in seiner heimatstadt zu begrüßen, war einmalig und wird es wohl auch bleiben, und dann unter dem gutern stern GEGEN RECHTS."


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Von hier haben wir außerdem diesen Konzertbericht von Franziska übernommen:

"Eigentlich bin ich ja nach Greifswald gekommen, um meine beste Freundin
Katja zu besuchen. Was für ein Zufall, da muß man entdecken, daß just zur
selben Zeit auch Tocotronic in der Stadt weilen würden. Das ließ ich mir
natürlich nicht entgehen, mein letztes Tocotronic-Konzert ist schließlich
schon bald zwei Jahre her.
Nun waren sie nicht alleine da, das Festival sollte insgesamt neun Stunden
dauern. Gegen drei versammelten sich denn auch viele ziemlich fanmäßig
aussehende Leute auf dem Marktplatz. Tomte, meiner Meinung nach zwar recht
nett, aber im ersten Teil doch etwas zu stark Tocotronic-abkupfernd,
hatten wie die nächsten vier Bands mit einem lahmen, bis auf ca 40 Leute
sitzenden Publikum zu kämpfen (offiziell waren 1500 Karten verkauft). Es
war aber auch SO HEISS! Da war leider nix zu machen, man lauschte, man
schwitzte. Je später es wurde (o.k., was heißt spät..), desto mehr
Stimmung kam auf. Es war bekannt, Tocotronic würden als vorletztes, gegen
21.30 spielen. Vorher lief Dub von den Bush Chemistst, sie hatten einen
schweren Stand, die Leute versammelten sich vor der linken Seite der Bühne
(sie war zweigeteilt), natürlich die sehr jungen Mädchen mit den Fanshirts
ganz vorne, man hatte immer das Gefühl, ihnen mitteilen zu müssen, daß es
wohl kein BSB geben würde...
Relativ unspektakulär schaute dann auch Arne auf die Bühne, irgendwann
stellte er sich auch drauf, Dirk und Jan erschienen und machten erst mal,
wie alle anderen, den Soundcheck.
Merkwürdig war der Anfang des Konzerts. Der Soundcheck ging gewissermaßen
gleich in das erste Stück über, ein neues, dessen Namen ich nicht kenne.
Ich war einfach nur froh, die drei mal wieder live hören und sehen zu
können. Wie wohl schon bei den anderen Konzerten, folgten noch zwei neue
Lieder (Jenseits des Kanals und Die Grenzen des guten Geschmacks Teil II).
Man tantzte, aber die richtige Stimmung wollte noch nicht aufkommen. Das
änderte sich schnell, als Dirk noch einmal auf das Thema des Festivals
hinwies (ja ja, sie haben ohne Gage gespielt) und dann Drüben auf dem
Hügel ansagte. Jetzt legten sowohl das Publikum als auch Tocotronic selbst
richtig los (aua, der Sonnenbrand!). Im weiteren Verlauf fiel aber leider
immer wieder auf, daß die Leute mit den neuen Sachen nicht so viel
anfangen konnten, sie brauchten offensichtlich Mitsinglieder, um richtig
abzugehen. Komischerweise war die einzige richtige Ausnahme davon das
Instrumental, die drei vorne, Rhythmus aus der Konserve und ein
mitabrockendes Pubikum. Mich störte das alles nicht, ich tanzte relativ
weit vorn links und freute mich des Lebens. Letztes Lied vor der Zugabe
war Freiburg, großartig, und es paßt so schön zu Greifswald. Meint
jedenfalls Katja. Als erste Band des Tages durften Tocotronic Zugaben
spielen, soweit ich mich erinnern kann, You are quite cool, Die Welt kann
mich nicht mehr verstehn (der absolute Höhepunkt des Konzerts, nicht
unbedingt mein Lieblingsstück, aber da explodierte die Stimmung noch
einmal geradezu) und ich glaube, K.O.O.K. war das letzte Stück, es klang
ganz langsam aus, der Beifall erhob sich, die drei verbeugten sich und
gingen (schon) nach einer knappen Stunde.
Komisch an dem Konzert war, sie hatten sich offensichtlich verändert (nix
mit ich werd mich nie verändern), aber das ist ja eigentlich auch in
Ordnung. Aber sie waren eben die einzigen, die nicht mit aufbauten (das
waren die Leute von Tomte und Techniker), sie kamen im
Existenzialistenpartnerlook in schwarz (man hatte sie vorher in der Stadt
noch in fröhlichem Gelb und Rot gesehen), gesagt haben sie auch nicht
viel, Jan wirkte anfangs recht gelangweilt. Auch so das Umfeld eben, die
Fanshirts, die vielen Trainingsjacken (trotz Hitze), die
Arne-Zank-Verschnitte und so. Allerdings wurde dieser Eindruck der
leichten Abgehobenheit doch wieder etwas relativiert, als Arne abbaute und
Jan und später Dirk sich auch Blumfeld anhörten.
Die waren entgegen meinen Erwartungen (die neue Platte ist nicht so mein
Fall) recht gut, blöder Einstieg mit Tausend Tränen tief, aber sonst
wirklich angenehm. Sie mußten aber mit einem ziemlich kaputten Publikum
vorlieb nehmen. Punkt zwölf war Schluß, wir gingen noch ein paar Bier
trinken und am nächsten Tag machte ich mich zurück auf den Weg nach
Leipzig, Montag mußte ich ja wieder in die Uni.
Also, ich habe schon bessere Konzerte besucht, aber immer wieder schön,
Tocotronic zu erleben, deshalb werde ich wohl auch auf das
Bizarre-Festival fahren, wo ich übrigens noch Leute suche,
die mitgehen bzw. -fahren, denn hier is irgendwie nich viel mit Leuten,
die solche Art Musik hören ;-). Habe ich jedenfalls den Eindruck.
Ich freue mich jetzt zumindest erst mal auf die neue Platte."
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