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Tour-O-Graphie

Konzertdetails

Wenn du Korrekturen zu diesem Konzert hast, dann schick sie bitte an Wolfgang.

31.05.99 - Frankfurt
Location: Anthagon-Theater
Konzertart: Clubauftritt
Berichte: Ein Bericht von Patrick, der sich zunächst darüber wunderte, dass Tocotronic in einem "Theater" spielen sollten: "Ich hatte schon arge Befürchtungen - Tocotronic im sitzen ?????? Ich hab keine Ahnung wie das aussehen soll !!!!!!

Ähnliche Gedanken hatten sich die Tocos selbst wohl auch schon gemacht... Jan nach dem zweiten Lied: "Wir dachten, wir spielen heut in Frankfurt im Theater ....... und jetzt sowas, das ist ja schon was anderes." Das Theater entpuppte sich nämlich als ca. 20 x 40 Meter große Baracke, die mit maximal 1000 Leuten gerammelt(!!) voll war. Die Stimmung war phantastisch und TOCOTRONIC hatten jede Menge Spaß, wie ich glaube. Ich hatte ja die Ehre die drei Herren schon bei Rock am Ring bewundern zu dürfen, aber heute hab ich gedacht da steht ne andere Band auf der kleinen Bühne.

In der Halle wars irre heiß, die Leute gingen alle richtig gut ab und es gab neben fast allen Stücken vom neuen Album noch unzählige alte, einfach geniale Lieder zu hören. Insgesamt haben TOCOTRONIC etwa zwei Stunden gespielt, danach hatte jeder im Saal locker 3 Liter Wasser (oder sonst irgendwas) ausgeschwitzt, die drei im Scheinwerferlicht wahrscheinlich noch mehr. Es war auf jeden Fall ein der besten Konzerte, die ich je von TOCOTRONIC gesehen habe. Eines der Highlights: ein instrumental Stück, bei dem Arne den MD-Player anwarf und die drei ganz vorn mit zwei Gitarren und Jans Bass ein super DIng hingelegt haben.

Essenz der letzten beiden Auftritte, die ich gesehen habe: Scheißt auf die großen Festivals, geht in kleine, links-autonome Theater-Fabrikhallen !!!!!


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Auch Sebastian war dort und hielt für uns fest: "Nach meinem ersten Konzert vor knapp einem Jahr in meiner Heimatstadt Wiesbaden reiste ich nun also nach Frankfurt a.M.. Glücklich, Karten zu besitzen, betrat ich erstmals das Antagon-Theater, welches sich klein, heiß und voll gab. Mit halbstündiger Verspätung, so gegen 21:30 Uhr, nahm schließlich die neue Seltsamkeit ihren Lauf.

Gewitterstimmung wurde vom Band gespult, Donner, Dunkelheit, etwa zwei Minuten. Dann der Auftritt dreier Herren, alle ganz in schwarz. Kein Grußwort, nicht mal ein Lächeln, zwei Lieder vom neuen Album. Ich hatte den Eindruck, als wolle man mit Gewalt einen Imagewandel demonstieren: introvertiert, unnahbar, traurig, seltsam. Es folgte endlich eine knappe Begrüßung. "Ich bin viel zu lange mit euch mitgegangen", anschließend "Drüben auf dem Hügel": Der Durchbruch. Plötzlich bebte die Halle, das Publikum war wach, applaudierte stürmisch. Tocotronic bedankten sich, waren mit einem Mal freundlich wie eh und je, sprachen zwischen den Liedern und ließen die neue Seltsamkeit vergessen. Gespielt wurden meist neue Lieder und ich war heimlich stolz, viele davon schon zu kennen. Alles schwitzte, und ich habe - was mich wunderte - nicht einen Ordner vor der Bühne gesehen, der versuchte, Stagediving und somit das vermutlich wildeste Schauspiel, das dieses Theater je gesehen hat, zu unterbinden. Es ist nicht meine Definition eines guten Konzertes, dauernd aufpassen zu müssen, nicht Füße oder andere Körperteile ins Gesicht zu bekommen. Und wer meint, zu Stücken wie "Morgen wird wie heute sein" genauso heftig abgehen zu müssen wie etwa bei "Die Welt kann mich nicht mehr verstehen", der hat - so glaube ich - vom neuen Album noch nicht viel kapiert. Naja, jedenfalls hatten alle sichtlich Spaß. Zwischenzeitlich der Einsatz des Drumcomputers zu einem schönen Lied mit drei Gitarren. Anschließend Arne solo, ich hätte lieber "Bitte gebt mir meinen Verstand zurück" gehört, aber er sang "Ich machte meien Frieden mich euch", was ja auch sehr originell ist.

Die erste Zugabe bestand aus drei Liedern. Nach ungefähr 90 Minuten schloß sich die zweite Zugabe an, die aus einem letzten Lied bestand, welches noch im selben Moment zu meinem Liebliegslied des neuen Albums wurde und es bis jetzt geblieben ist: "Die neue Seltsamkeit"."


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Unter dem Titel "Hopsen im Kessel" notierte die Frankfurter Rundschau unter anderem:
"Das morbide Ambiente der ehemaligen Lagerhalle gibt eine Kulisse ab, wie sie der phantasiereichste Bühnenbildner für "Tocotronic" kaum trefflicher hätte ersinnen können. Die Verschlingung der minderakkordigen Krachgitarre mit dem in lakonische Verse gefaßten diskreten Charme der Melancholie betreiben Sänger und Gitarrist Dirk von Lowtzow, Bassist Jan Müller und Arne Zank, die menschliche Dreschmaschine, als Manifestation der Andersartigen."
Setlist: Einer der seltenen Gelegenheit, "Die neue Seltsamkeit" live zu hören.
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