tocotronix.de Es sind 23 Freaks online.
blank blank blank slides slides slidesblank
Tour-O-Graphie

Konzertdetails

Wenn du Korrekturen zu diesem Konzert hast, dann schick sie bitte an Wolfgang.

20.07.99 - Erfurt
Location: ?
Konzertart: Ultralange Feldfestspiele
Berichte: Diana ließ uns folgenden Bericht zukommen: "Pünktlich um das Abi zu feiern, fand im Rahmen einer Promo-Tour ein lang ersehntes Tocotronic-Konzert in Erfurt statt. Das ist zwar nicht wirklich bei uns in der Nähe, aber nach 12 Jahren Schulstreß war es uns das Wert. Mit den Karten, die wir bestellt hatten, wurde n kleines Büchlein mitgeschickt, in dem »T« folgendermaßen vorgestellt wurde:

"Mit Ich möchte Teil einer Jugendbewegung sein schrien sie im Herbst 1994 das erste Mal ihre Wut, ihren Frust und Sarkasmus aus: Jan Müller, Arne Zank und Dirk von Lowtzow alias Tocotronic verbinden ihre selbstbezogenen, gewaltigen, ironischen Texte mit brachialer Gitarrenmusik. Die Band, die ursprünglich von Jochen Distelmeyer (Blumfeld) lanciert wurde und als kleiner Bruder von Frank Spilkers Sternen gesehen wurde, ist inzwischen zu einer internationalen Größe gewachsen. Ihre Songs sind markant durch ihre Kraft, die Melancholie und den dreisten Humor." - wie passend umschrieben...

Gerade noch pünktlich sind wir am Veranstaltungsort eingetroffen, wo wir mit einem "Der Einlaß wird verschoben" begrüßt wurden. Nun ja, da kann man nichts ändern und wie wir dann so die nächsten 60 Minuten da standen und warteten, haben wir schon mal durch das Einsingen ne kleine Hörprobe bekommen. Irgendwann wurden dann sogar endlich die Türen geöffnet und zu unser aller Freude blieb uns ne Vorband erspart. Dann brauchten wir auch nicht mehr sooo lange warten (ca. weitere 60 Minuten), das Licht ging aus, und die Musik wurde von mystischen Klängen abgelöst - und der Rauch nahm uns in der ersten Reihe die Luft zum Atmen. Jan, Dirk und Arne eroberten mehr oder weniger begeistert die Bühne. Zuerst wurde Das Geschenk gespielt und die Stimmung im Saal stieg. Bei Drüben auf dem Hügel ist der Saal dann total ausgeflippt, und bei Let there be rock wurden wir so gegen die Bühne gedrückt, daß ich dachte meine Eingeweide auskotzen zu müssen. Also beim Publikum war die Stimmung richtig geil - und das obwohl ca. 50% der Lieder von der K.O.O.K waren, die zu dem Zeitpunkt noch vor der Veröffentlichung stand. Über die Stimmung der drei Tocs dagegen trau ich mich fast gar nichts zu schreiben. Sagen wir mal so, sie hatten ganz offensichtlich nicht grad die größte Lust. Der Eindruck bestätigte sich, als Dirk sowas meinte wie, sie wären hier, um uns Freude zu bereiten, also spielen sie noch n paar Lieder (der genaue Wortlaut ist mir mit der Zeit entfallen). Ansonsten waren sie doch recht wortkarg und wollten den Auftritt scheinbar so schnell wie möglich hinter sich bringen.

Sonst wurde das Verständnis, vor allem bei den neuen Liedern, wie immer dadurch erschwert, daß Dirk beim Singen fast sein Mikro verschluckt hatte (was nicht als Kritik aufgefaßt werden sollte). Außerdem verfiel er hin und wieder in seltsame Zuckungen, wenn der Bass mal etwas lauter dröhnte. Vermutungen über die Ursache dafür bin ich nicht gewillt anzustellen. Auch Jan fiel diesmal weitaus mehr durch sein Rumgetorkel auf der Bühne auf als sonst, mal ganz davon abgesehen, daß er mehr auf die Bühne stolperte, als daß er gegangen wäre. Und sein Versuch sein Wehwehchen am rechten Arm durch ein Heftpflaster einzuschränken, schlug nach dem dritten Lied auch fehl. Seiner augenscheinlichen Verfassung nach bot das Pflaster, das nun herrenlos auf der Bühne lag nun eher ein Unfallschwerpunkt mehr. Na und Arne hatte sich noch nicht mal annähernd die Mühe gemacht n bißchen gute Laune zu zeigen. Im Gegenteil, als er Ich mache meinen Frieden mit euch zum besten gab, hatte man doch schon das Gefühl vermittelt bekommen, daß er es toternst meinte. Allerdings wirkten seine Bewegungen zu dem Lied, die denen eines f****** Schlagersängers glichen, eher lächerlich. Irgendwie taten die drei mir schon richtig leid. Ich kann mir vorstellen, daß ein eineinhalb Stündiger Auftritt wie eine Ewigkeit vorkommt, wenn man für nichts mehr Lust und Kraft hat. Allerdings hatte ich das Gefühl, daß sich gegen Ende der Vorstellung trotz allem die Stimmung selbst bei den Tocs etwas aufhellte. Vielleicht wurden sie ja vom Publikum angesteckt, das sich von dem miesepetrigen Auftritt der drei gar nicht beeindrucken ließ, und einfach nur zu den Liedern abfeierte. Vielleicht fieberten die drei auch einfach nur dem Ende entgegen.

Nach dem »T« erstmals wieder die Bühne verließen, bebte der ganze Saal vor Rumgetrampel und Schreien nach Zugabe. Und uns wurden noch ein paar nette Lieder vorgespielt. Zum Abschluß des Konzertes gaben sie noch 17 zum besten, was mir zu dem Zeitpunkt irgendwie suspekt vorkam.

Nach dem Jan, Dirk und Arne endgültig die Bühne verlassen hatten, meldete sich noch der Veranstalter zu Wort und kündigte eine Live-Aufnahme von dem Konzert an, die auch paar Wochen später erschien. Leider kommt auf der Platte nicht mal annähernd die Euphorie des Publikums rüber."
Setlist: Als nächstes noch die Lieder, wo ich mir fast 100%ig sich bin, daß sie die gespielt hatten. (Die Auflistung beruht auf einige unleserliche Notizen, die ich kurz nach dem Konzert aufgeschrieben hatte. entsprechen aber nicht der Reihenfolge):

"Das Geschenk"
"Jackpot"
"Die Grenzen des guten Geschmacks 1"
"Jenseits des Kanals"
"Das sind keine Rätsel"
"Der gute Rat"
"Die Grenzen des guten Geschmacks 2"
"Morgen wird wie heute sein"
"Die Welt kann..."
"Sie wollen uns erzählen"
"Freiburg"
"Meine Freundin..."
"Ich mache meinen Frieden..."
"Tag ohne Schatten"
"Rotary Club"
"Für immer dein Feind"
"Rock Pop in concert"
"Ich muß reden..." oder "Bedient" oder beide (hab so meine Probleme mit den zwei Liedern)
"17"




rubrikenzitat News
Tourdaten
Diskografie
Texte
Tabulatur
Mailingliste
Chat
Forum
Flohmarkt
Umfragen
Tour-O-Grafie
Bilder
FAQ
Lesezeichen
Downloads & Ulk
Dig. Postkarten
Links
Team
Kontakt
Disclaimer