tocotronix.de Es sind 21 Freaks online.
blank blank blank slides slides slidesblank
Tour-O-Graphie

Konzertdetails

Wenn du Korrekturen zu diesem Konzert hast, dann schick sie bitte an Wolfgang.

08.10.99 - Linz (A)
Location: Posthof
Konzertart: Clubauftritt
Andere Bands / Vorbands: And the Lefthanded
Berichte: Ein Kärntner Fan schrieb das Folgende:

""Als Klagenfurter hatte ich bisher noch keine Gelegenheit meine Lieblingsband live zu erleben. Mir war also klar, ich mußte mich in neue Gefilde wagen und hatte deshalb geplant, die strapaziöse Reise in den hohen Norden meines Landes auf mich zu nehmen. Die Lokalität Linz kam mir auch sehr entgegen, da dort ein guter Freund von mir haust, somit war gleichzeitig eine äußerst kostengünstige Schlafgelegenheit gegeben.

Als Schüler täuschte ich am Freitag, gegen Ende des Schulaufenthalts, ein physisches Gebrechen vor, welches man mir, aufgrund meines Äußeren, auch bedingungslos abkaufte. So weit, so gut, ich machte mich zuerst einmal auf den Weg zum örtlichen McDonald‘s, denn ich hatte noch eine gute halbe Stunde Zeit um mich zu stärken. Obwohl dort relativ viel Andrang war, konnte ich einen Platz als Dritter in der Schlange erringen. Meine Uhr nie aus den Augen lassend, mußte ich hilflos zuschauen, wie vor mir zuerst ein kleiner Junge, der Muttersprache noch kaum habhaft, verzweifelt versuchte, ein Menü für eine Großfamilie alleine zu bestellen. Als dieses Problem endlich gelöst war, hatte die Frau vor mir das unstillbare Bedürfnis, alles von ihr bestellte, mit diversen Gutscheinen, zusammengetragen aus der halben Welt, zu bezahlen. Gutschein für Gutschein wurde durchdiskutiert, ob er denn noch Gültigkeit hätte. Als ich dann jedenfalls an der Reihe war, konnte ich mir meine Verpflegung nur noch einpacken lassen.

Die Haltestange umschlingend, die Tüte in der einen Hand und das Cola in der anderen, stand ich dann im Bus zum Bahnhof. Was dann passierte, mußte ja passieren, eine Fahrscheinkontrolle! Entnervt drückte ich meine Cola dem Inspekteur in die Hand, kramte den Ausweis hervor, wobei mir die Tüte aus der Hand fiel und...

Na egal, die Zugfahrt war bequem und es war wenig los im Abteil. In Linz angekommen traf ich dann den besagten Freund und wir begaben uns zum Posthof. Um acht Uhr war bereits einiges los, wohin man schaute, überall erspähte man die berühmten Adidas-Jacken, auch die immer wieder gern gesehenen „Ich-habe-die-Frisur-von-Jan-Müller“-Burschen waren anwesend, die gibt es auch in Klagenfurt. Die Größe des Konzertsaals war angenehm, nicht zu klein und nicht zu groß. Die Leute hatten es sich bereits am Boden „gemütlich“ gemacht und stimmten schon die ersten Tocotronic-Lieder an. Etwa um halb neun kam dann die finnische Vorband auf die Bühne, die mit ihren Soundtüfteleien stellenweise durchaus begeistern konnten. Zwischen den Songs wurden die „Tocotronic Tocotronic“- Rufe jedoch immer lauter und so verabschiedeten sich die Skandinavier ziemlich rasch.

Dann war es endlich soweit, das Licht wurde gedämmt und die Show konnte beginnen. Der obligate Panther schimmerte, unterstützt von stimmungsvollen Klängen, als Hintergrund auf und machte die Bühne frei für Tocotronic. Unter tosendem Beifall kamen die drei Hamburger auf die Bühne und spielten ihr Eröffnungsstück „Das Geschenk“. Was danach folgte war eine abwechslungsreiche Auswahl an Stücken, die vor allem dem neuesten Album entstammten. Die Stimmung war zumeist bei den schnellen, verzerrten Stücken sehr ausgelassen, das Publikum kam voll auf seine Kosten. Selbst Arne durfte bei „Tag ohne Schatten“ zur Gitarre greifen, bei einer neuen Version von „Ich mache meinen Frieden mit euch“ gar zum Mikrophon. In der ersten Zugabe lieferten sie dann noch Hits wie „Die Welt kann mich nicht mehr verstehen“ oder „Freiburg“ nach, in der zweiten Zugabe vollendeten sie den Auftritt, der etwa zwei Stunden gedauert hatte, mit dem melancholischen „17“. Alles in allem war es ein gelungener Abend. Wer die Gelegenheit hat, ein Konzert dieser Tour zu besuchen, sollte unbedingt hingehen.

Als ich Sonntag abend wieder zu Hause eintraf, nutzte ich noch die Gelegenheit mir „Bandits“ anzuschauen. Ich muß sagen, jetzt kann ich verstehen, warum Tocotronic und Fettes Brot über die Berlinerin Nicolette Krebitz singen, die fand ich nämlich süß."






rubrikenzitat News
Tourdaten
Diskografie
Texte
Tabulatur
Mailingliste
Chat
Forum
Flohmarkt
Umfragen
Tour-O-Grafie
Bilder
FAQ
Lesezeichen
Downloads & Ulk
Dig. Postkarten
Links
Team
Kontakt
Disclaimer