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Tour-O-Graphie

Konzertdetails

Wenn du Korrekturen zu diesem Konzert hast, dann schick sie bitte an Wolfgang.

05.11.99 - Berlin
Location: Arena
Konzertart: Clubauftritt
Berichte: Der Tocotronix-User Piratte hielt für uns fest: "Die Arena, momentan die größte Halle Berlins glaube ich, fasst so ungefähr 7000 Leute, von denen wenigstens 5000 auch anwesend gewesen sein müssten, so voll wie es war. Ich erinnere mich jetzt, 2 Jahre später, nur noch daran, dass wir unsagbar lange schon auf die Vorbands warten mussten und zunächst greulich verarscht wurden. Zu Beginn trat nämlich ein halbnackter Typ auf die Bühne, der oben herum nur mit einer amerikanischen Flagge als Umhang bekleidet war und zu dissonanter dröhnender elektronischer Musik wenigstens eine Dreiviertelstunde mit einem StarWars-Laserschwert umherfuchtelte. Ich glaube, er hieß Silvesterboy Jedenfalls hat dieser Auftritt bewirkt, dass ich mich wirklich über die anschließend spielenden Weakerthans gefreut habe, obwohl auch da die Zeit mit der Zeit unerträglich wurde. Irgendwann traten jedoch Tocotronic auf die Bühne und alles war wieder gut. Sie spielten und alle freuten sich. Sämtliche Mädels begannen nach einer Weile "Jan, Jan, Jan" zu kreischen und die Jungs brüllten dann als Kontra "Arne, Arne, Arne". Nur Dirk haben sie links liegen lassen und ich habe die ganze Zeit darüber nachgedacht, ob er sich dadurch irgendwie schlecht fühlt. Der andere Punkt, der sich bei mir fest eingeprägt hat, war eine Liedansage von Dirk, bei der er so fest ins Publikum starrte, als würde er die betreffende Person anblicken. Er sagte vor dem Lied "Jackpot" folgendes: "Die, für die dieses Lied ist, weiß auch, dass es für sie ist" Ansonsten bestand der Rest des Konzertes aus schönem aber nicht unbedingt erwähnenswertem Umhergespringe... Obwohl der Applaus zum Schluss groß war, spielten sie als einzige Zugabe "17", was durch seine Länge so einschläferte, dass die Masse nicht genügend Kraft mehr hatte, sie nocheinmal zurück zu holen.

Ach ja, ganz zuletzt möchte ich noch die Vermutung äußern, dass Thees Uhlmann die Instrumente auf der Bühne gestimmt hat und später hinter dem Merchandising-Stand stand - das kommt mir jedenfalls jetzt so vor, obwohl ich ihn zu der Zeit noch gar nicht kannte."


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Und Michael veröffentlichte hier seine Konzerterinnerungen:

"Es war ein Freitag.....die Schule beendet. Nachmittags wurden die Haare gefärbt (grün) und bald darauf gings los nach Berlin. Da ich von allen Leuten sitzengelassen worden war, die mit wollten, musste ich mich wohl oder übel allein in den Zug setzen. In Berlin traf ich dann, wie verabredet, eine Leipzigerin und kurz darauf eine Eberswalderin, mit denen ich mich dann zum Veranstaltungsort begab. Dort bemerkte ich, dass leider noch nicht ausverkauft war und ich so meine vier übriggebliebenen Karten nicht für den Einsatz verkaufen konnte, den ich bezahlt hatte (Vorverkaufsgebühr). Ich musste sie deshalb statt für 30 für 25 DM verkaufen, was bedeutet, dass mich das Konzert 50 Mark gekostet hat. Beim verkaufen traf ich dann noch drei Leute aus meinem Heimatstädtchen, scheinbar die einzigen, die da waren. man begab sich schließlich ins Gebäude, was sich als noch größer als in Erinnerung erwies. Sich nach vorne durchzukämpfen, da ich vorhatte, den Spaß aufzunehmen, schlug fehl, da zwei nette Mädels absolut nicht mit sich reden ließen. Drum blieb ich bei den Weakerthans relativ weit vorne und in der Mitte und da war ziemlich schnell gute Stimmung. Das war auch ihr bester Auftritt bisher, was die Massen bemerkten, so dass man heftig rumgeschmissen wurde und einige am Boden lagen. Deshalb verschwand ich danach in den linken Randbereich vorne und sah, wie eine weiße Leinwand aufgebaut wurde (oder war sie schon da?) auf der dann ein seltsamer Film gezeigt wurde, während ein extrem peinlich anzusehender Herr in Maske und Ami-Flagge gewickelt auf die Bühne kam und zu billigstem, für mich unter den Boxen stehenden unerträglich lauten, Technolärm einen billigen Gesang ablieferte, bis alles klang wie das mieseste Gemisch aus Chemical Brothers und Scooter. *schüttel* Ich glaube, der Kerl nannte sich irgendwas mit Silver. Den Namen muss man sich auf jeden Fall nicht merken, sondern, wenn man ihn sich ausversehen gemerkt hat, schnellstens vergessen. Es wurde wieder umgebaut und schließlich setzte der altbekannte ohrenzerfetzende (ich stand wieder unter den Boxen) Lärm an, wurde fast unerträglich und dann stand unser aller Lieblingsband zum letzten Mal für dieses Jahr vor meinen Augen. Es ging sogleich mit "Das Geschenk" los und sogleich merkte ich, dass es diesmal noch alles übertreffen würde. Die Lautstärke war absolut perfekt, nur die Boxen machten es zum Anfang zeitweise nicht mit, was aber auch nicht störte. Der Anfang war also phänomenal, und die nächsten 4 Lieder auch noch. Durch die Lautstärke war man in leichtem Rauschzustand gefangen, aber so ging die Musik erst richtig durch Mark und Bein. Es gab nicht ein Lied, was mir nicht gefiel, "K.O.O.K." gehörte sogar seltsamerweise zu den guten. Die Playlist (hatten sie in Cottbus den Leuten geschenkt) war etwas abgeändert, waren aber alles die gleichen Lieder. ich finde es eigentlich auch schade, dass Tocotronic nicht mal beim Abschluss ihrer Tour (in der größten halle ihrer Tour) sich noch was besonderes einfallen lassen haben, wie vielleicht auch mal eine Zugabe mehr zu spielen. Der erste Höhepunkt nach dem Anfang war natürlich "Nach Bahrenfeld im Bus". Schön schnell und lautstark, nur die Leute haben wieder gestört, als sie in der kleinen Pause in frenetischen Beifall ausbrachen. Übrigens war Jans Bass das ganze Konzert über kaum zu hören, teilweise sogar überhaupt nicht, dagegen war Dirk an der Stimme endlich mal laut gestellt und selbst Textlaien hätten den Text gut verstehen können, und auch das Schlagzeug war angenehm krachend. Das Publikum war extrem gut, es wurde jede Menge gepogt, aber es waren nicht so viele nervende Stage-Diver zu entdecken. Auch kannten seltsamerweise bei so gut wie allen Liedern so gut wie alle den Text, was so gut wie alle auch zeigen wollten. Einen Meter neben mir stand übrigens ein Schauspieler aus Sonnenallee, ich glaube Wuschel heißt er dort. Er sprang auch immer nur wie ein Wilder rum, wurde aber immer wieder durch Mädels genervt, die irgend etwas von ihm wollten, und wenn es nur Feuer war. Konnte einem richtig leid tun der Mensch, wollte einfach nur ein schönes Konzert erleben und wurde von nervigen Fans nur so umringt. "Tag ohne Schatten" war herrlich, der anfangs am meisten bejubelte Arne (wieso einer mehr als der andere?) gab an der Gitarre richtig Feuer und die beiden anderen natürlich auch. Der zweite Höhepunkt war dann "Freiburg", was zum Anfang so klang, als sei Disks Gitarre, die er zu diesem Lied bekam, falsch eingestellt. Es heulte und kreischte nur so in voller Lautstärke; der Boden bebte und das Trommelfell mit. In diesen schönen Krach kam dann die bekannte Freiburger Melodie und dann wurde es mit kriechenden, fast berstenden Gitarren dem begeisterten Publikum so laut wie nie zuvor ins Ohr gedrescht. Aber es sollte noch besser kommen... Das dritte Lied der ersten Zugabe war wieder "Jugendbewegung" und das wurde so extrem schnell, laut und scheppernd den Zuhörern übergeknüppelt, dass ich sicher nicht der einzige war, der am liebsten vor Glücklichkeit schreiend am Boden zusammengebrochen wäre. Leiderleider (oder glücklicherweise...) war die Explosion dieser Rockbombe von kurzer Dauer und so folgte wieder eine längere Pause bis dann "17" als endgültiger Abschluss folgte. es wurde länger als jemals zuvor ausgespielt, und war somit auch ein wunderbarer Abschluss für den besten Tocotronic-Auftritt aller Zeiten und das beste Konzert dieses Jahres. Die drei allseits bekannten Akteure waren am Ende sichtlich gerührt von dem stürmischen Beifall, umarmten sich l2ebevoll und verschwanden zum letzten Mal in diesem Jahr (oder gar für alle Zeit) hinterm Bühnenrand. Vielen herzlichen Dank Tocotronic. Danke. Dankeschön. Vielen Dank (wer sagt doch immer gleich so oft danke?) Danke!"
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