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Tour-O-Graphie

Konzertdetails

Wenn du Korrekturen zu diesem Konzert hast, dann schick sie bitte an Wolfgang.

08.03.05 - Karlsruhe
Location: Substage
Konzertart: Clubauftritt
Andere Bands / Vorbands: La Grande Illusion
Berichte: User exit music erzählte im tocotronix.de-Forum über das Konzert:

"die vorband spielt ihre songs. die hälfte kümmerts, die andre nicht. mäßiger applaus ist der dank. vom hocker hats glaub kein gehauen.

dann geht hinten die türe auf. tocotronic kommt auf die bühne. plötzlich stehen sie da. ein unbeschreiblicher schub von gefühlen. sie stehen vor mir. keine 20 meter von mir weg (nachdem ich beim letzten hosenkonzert ziemlich aufs maul bekommen hab, wollt ich diesmal lieber etwas weiter hinten stehen). meine „götter“ stehen einfach so vor mir. der wahnsinn. dann das erleben des ersten gitarrentons und vor allem das erste mal, wie ich die stimme von dirk live höre – der gleiche unglaubliche euphorieschub, nur deutlich, stärker. bisher ungefühlte zustände werden gefühlt. unglaublich, großartig, kaum faßbar......
eingangs werden viele stücke vom neuen album gespielt, die live allerdings viel rockiger kommen, als auf der cd. die menschen um mich rum nicken teilweise etwas mit dem kopf, mehr geht nicht. auffallend sind die vielen menschen, die die ganze zeit von vorn nach hinten laufen, um bier zu holen. wo man sich beispielsweise bei den sportfreunden einhakt wie auf demos, oder bei motörhead oder den hosen eins aufs maul bekommt oder nen ellbogenschlag in die magengegend als antwort auf den versuch kriegt, ist dass hier anders – es wird platz gemacht.
gegen mitte und ende des „regulären teils“ werden teils auch alte stücke gespielt (als ich plötzlich den anfang von „ich bin viel zu lange mit euch mitgegangen höre, ist mein körper nur noch eine einzige gänsehaut, ansonsten noch „drüben auf dem hügel“, „das unglück muss zurückgeschlagen werden“, „jackpot“). neue wie alte – sie sind großartig. live bekommen die lieder eine ganz andre, sehr sehr gute dimension, find ich. nur die atmosphäre fehlt. das mitnicken ungefähr der hälfte der menschen wo ich stand hat aufgehört. scheinbar ist man der einzige, der sich bewegt und auch die texte größtenteils kann. die meisten stehen einfach nur still und stumm da und kucken kritisch. vorne kann man konzertbesucher ausmachen, bei denen anscheinend mehr abgeht. also geh ich langsam, im schlepptau der bierträger weiter vor.
mittlerweile ist der reguläre teil, der nicht allzulange dauerte, zu ende, die zugabe wird gespielt, lauter alte songs („freiburg“ live deutet mein leben neu). rick fehlt, sie spielen zu dritt. die gespielten stücke sind derart gut, derart rockig, rotzig, tocotroniclike vorgespielt, dass es alle seitherig gehörten konzerte weit übertrifft. es war grandios, gigantisch, absolut gigantisch.
nur an der atmosphäre hängt es wieder. ich bin relativ weit vorne und machte nen rundblick. um mich herum sehr viele 40-jährige. einige wenige haben das jackett noch an, andre nur ihr hemd, dass sie sonst wohl im geschäft anhaben. sie sehen aus wie reiche leitende angestellte irgendwelcher großer firmen. andere waren entweder 13, 14 und der rest sah nach studenten aus. alle stehen sie, bis auf wenige, still und stumm da, mit verschränkten armen.
die erste zugabe ist zu ende, die ersten 2, 3 reihen rocken ab, viele klatschen und fordern zur zugabe auf. die kritisch dreinschauenden 40-jährigen schauen einen mit bösen blicken an, nur (!) weil man auch klatscht und zugabe ruft.
die zweite zugabe wird gespielt und gehörte zum absolut besten, was jemals den weg in meine gehörgänge gefunden hat. es war so absolut gigantisch.... unfaßbar. „hi freaks“ wirde gespielt und als letztes stück „neues vom trickser“. das letzte mit einem nicht enden wollenden, lärmenden, rockenden, überlaufend vor jugendlichem trotz, und großartigstem instrumentalteil am ende, der immer lauter, stärker, gigantischer wurde. irgendwann gehen sie motörheadlike und lassen die lärmenden gitarren auf der bühne zurück. dieses ende gab meinem recht sinnlosen leben wieder sinn: im geiste immer wieder dieses konzert durchrocken.

alles in allem das beste konzert, auf dem ich jemals war. zumindest der reguläre teil, aber auch die erste zugabe war recht kurz gehalten, publikum war zu nem nicht kleinen teil total scheiße und ich war zu klein um über die zwei-meter-menschen drüberzukucken. musikalisch war die hälfte des regulären teils mit fast lauter neuen songs gut, mehr aber auch nicht. danach steigerte sich alles musikalische ins gigantische."





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