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Tour-O-Graphie

Konzertdetails

Wenn du Korrekturen zu diesem Konzert hast, dann schick sie bitte an Wolfgang.

23.09.97 - Nürnberg
Location: KoMM
Konzertart: Clubauftritt
Andere Bands / Vorbands: Fuck
Berichte: User Mathias K. hielt für uns fest:

"Nicht, daß ich ein weinerlicher Nostalgiker wäre, aber es drückt schon sehr auf die Tränenkanüle, all diese von der Hoffnungslosigkeit der Welt bekehrten jungen Leute mit Sportjacken zu sehen... beim ersten Tocotronic-Gig meines Lebens war ich noch so allein gewesen. Allein wären wohl auch die erstmals in Deutschland spielenden Amis von Fuck gewesen, die mich auf der Bühne ein wenig enttäuschten. Eine von Statik geprägte Bühnenpräsenz mag ganz nett wirken, hilfloses Herumstehen und kleinlautes Interpretieren von eigentlich wunderschönem LowFi-Pop kamen hingegen ziemlich uncool. Außerdem war der Herr an den Reglern wohl zuletzt beim evangelischen Kirchentag engagiert gewesen. Schade.

Das überdurchschnittlich vertretene Bravo-Lesertum bedachte dies mit Diskussionsrunden über Skateboards und so - an der Biertheke. Als Arne Zank wie üblich seine Aufwärmeinlage startete, war der Festsaal jedoch schon brechend voll. Enthusiasmus, allseitiges Kopfnicken. Die beiden anderen Hamburger Schüler folgten nach und gaben brav Gas. Die jungen Menschen in der vorderen Reihen auch. Wo nahmen die Leute die Energie her, sich zu schütteln und zu treten? Dirk hatte dafür ebensowenig Verständnis wie ich am anderen Ende der Halle und bat folglich um Rücksicht gegenüber den weiteren Besuchern im Auditorium. Allerdings verhallte diese Botschaft - im Gegensatz zu seinen musikalisch untermalten - ungehört im Raum. Spielten Tocotronic nicht immer so unerhört straight und schwungvoll, herrschte auch im Publikum mehr Stillstand. Jaja, die Jungs haben wirklich nichts verlernt.

Die traditionellen Qualitätsmerkmale wie ausladende Gitarrensoli im ganz individuelle Stil oder marklose Titelankündigungen erinnerten mich so richtig an meine eigene Zeit der inneren Zerissenheit. Meine Lieblingshymne „Michael Ende, du hast mein Leben zerstört” sparten sie wiederum aus, außerdem war mir die Sache zu leise. Trotzdem bleiben Tocotronic meine allerliebste Liveband; von ihrem Stellenwert werden sie nie etwas einbüßen, solange Arne elegante Einlagen zu Einstieg und derart ekstatische Schlagzeugprügeleien bietet. Der gute Umgangston und das ständige Zugeben tun ihr übriges. Noch mal: Ich bin kein Nostalgiker - aber die Zeiten, in denen vor der Bühne noch Platz zum Nachdenken war, sehne ich wieder herbei."




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